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Donnerstag: Schule hier ist Zeitverschwendung...

Nachdem wir mittwochs - obwohl wir frueh heimkamen - echt gar nichts gemacht hatten ausser abends studenlang lustige Telenovelas aus Argentinien und Venezuela (habs am Akzent erkannt, war ganz stoolz :-) zu gucken und jede Menge SChokolade zu essen, ging ich donnerstags wieder hochmotiviert in die Schule... BAH!! War dann eigentlich ganz OK, ich traf mich in den Pausen wieder mit Anais lustiger Clique, bestehend aus der bilschoenen, oberflaechlichen aber superwitzigen blonden Catalina genannt Gata (span. Katze, gato oder gata nennen die hier mit Spitznamen alle, die helle Augen haben :-D ), ihrer kleinen dicken Busenfreundin Caro, der supersuessen, anhaenglichen Sara und Anais bester Freundin Camilla, eine total Ruhige, Intelligente.

Nachdem ich in Kunst im Stil des Dadaismus eine Collage zum Thema Konsumsucht geklebt und mich noch etwas gelangweilt hatte (die machen hier fast keine Unterricht, diskutieren nur und lenken ab; ich kann verstehen, dass es den beiden Austauschmaedels wie vergeudede Zeit vorkommt!) und zum Abschluss in Technisches Zeichnen meine Klasse nicht finden konnte und somit zwei Freistunden hatte (das ist NICHt blau gemacht!! Es war keine Absicht!!!), blieb ich noch die lange Mittagspause und die achte und neunte bei Anais, was mit ihrer Clique echt superlustig war, ihre Klasse ist auch nett - und der Unterschied zwischen deutscher und nationaler Klasse sowas von extrem!! WOW! Erstens Qualitaet und Engagement der Lehrer, zweitens Klassensaele und Material, alles tausendmal besser... Uebel!!

Donnerstags machten wir dann auch nicht mehr viel, und langsam wurde ich echt unzufrieden, weil ich das Gefuehl hatte, hier mit Schulalltag meine kostbaren Aufenthalt zu vergeuden, was ein Mist... Diese Unruhe ist auch immer noch da, es ist einfach zu bloed, dass man hier alles mit maennlicher oder zumindest ueberhaupt in Begleichtung machen muss... Fuer jemanden, der im Ausland ploetzlich so selbststaendig und toursuechtig wird wie ich, ist das natuerlich der reinste Horror, diese Auf-andere-angewiesen-Sein...

 Genauso wollten wir ja heute nochmal ausgehen, soooooooooooooooooooooooooooooooooo unbedingt nochmal ausgehen, aber jetzt geht es nicht, und ich koennte grad hochspringen, auf den Boden treten und eine Stunde lang rumjammern. ICH WILL TANZEN GEHEN!!!! Klar sind wir beide hundehundemuede, morgen machen wir eine anstrengende Tagestour und alles in allem ist heute ein superungeeigneter Tag zum Ausgehen - aber fuer mich war es, befuerchte ich, die vorletzte Moeglichkeit!!!!!!! Welch ein Graus!!! Ehrlich, neben dem Klima werd ich die Diskos und die Leute am meisten vermissen... vor allem Anais COusinen, aber dazu mehr im naechsten Teil!!!

25.10.09 01:03


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Donnerstag: Schule hier ist Zeitverschwendung...

Nachdem wir mittwochs - obwohl wir frueh heimkamen - echt gar nichts gemacht hatten ausser abends studenlang lustige Telenovelas aus Argentinien und Venezuela (habs am Akzent erkannt, war ganz stoolz :-) zu gucken und jede Menge SChokolade zu essen, ging ich donnerstags wieder hochmotiviert in die Schule... BAH!! War dann eigentlich ganz OK, ich traf mich in den Pausen wieder mit Anais lustiger Clique, bestehend aus der bilschoenen, oberflaechlichen aber superwitzigen blonden Catalina genannt Gata (span. Katze, gato oder gata nennen die hier mit Spitznamen alle, die helle Augen haben :-D ), ihrer kleinen dicken Busenfreundin Caro, der supersuessen, anhaenglichen Sara und Anais bester Freundin Camilla, eine total Ruhige, Intelligente.

Nachdem ich in Kunst im Stil des Dadaismus eine Collage zum Thema Konsumsucht geklebt und mich noch etwas gelangweilt hatte (die machen hier fast keine Unterricht, diskutieren nur und lenken ab; ich kann verstehen, dass es den beiden Austauschmaedels wie vergeudede Zeit vorkommt!) und zum Abschluss in Technisches Zeichnen meine Klasse nicht finden konnte und somit zwei Freistunden hatte (das ist NICHt blau gemacht!! Es war keine Absicht!!!), blieb ich noch die lange Mittagspause und die achte und neunte bei Anais, was mit ihrer Clique echt superlustig war, ihre Klasse ist auch nett - und der Unterschied zwischen deutscher und nationaler Klasse sowas von extrem!! WOW! Erstens Qualitaet und Engagement der Lehrer, zweitens Klassensaele und Material, alles tausendmal besser... Uebel!!

Donnerstags machten wir dann auch nicht mehr viel, und langsam wurde ich echt unzufrieden, weil ich das Gefuehl hatte, hier mit Schulalltag meine kostbaren Aufenthalt zu vergeuden, was ein Mist... Diese Unruhe ist auch immer noch da, es ist einfach zu bloed, dass man hier alles mit maennlicher oder zumindest ueberhaupt in Begleichtung machen muss... Fuer jemanden, der im Ausland ploetzlich so selbststaendig und toursuechtig wird wie ich, ist das natuerlich der reinste Horror, diese Auf-andere-angewiesen-Sein...

 Genauso wollten wir ja heute nochmal ausgehen, soooooooooooooooooooooooooooooooooo unbedingt nochmal ausgehen, aber jetzt geht es nicht, und ich koennte grad hochspringen, auf den Boden treten und eine Stunde lang rumjammern. ICH WILL TANZEN GEHEN!!!! Klar sind wir beide hundehundemuede, morgen machen wir eine anstrengende Tagestour und alles in allem ist heute ein superungeeigneter Tag zum Ausgehen - aber fuer mich war es, befuerchte ich, die vorletzte Moeglichkeit!!!!!!! Welch ein Graus!!! Ehrlich, neben dem Klima werd ich die Diskos und die Leute am meisten vermissen... vor allem Anais COusinen, aber dazu mehr im naechsten Teil!!!

25.10.09 01:02


Montag und Dienstag: Nachmittagsprogramme, Klappe die Zweite

Sooo... nachdem ich mit dem allen hier schon fertig und sehr zufrieden mit meiner Beschreibung der letzten beiden Tage war, beschloss das ecuadorianische Internet, alles zu loeschen und es mich nochmal schreiben zu lassen, weils so schoen war. Und da ich in einer halben Stunden unten zum argentinische-Soap-Gucken mit Anais verabredet bin, wird das hier nun die Kurzfassung. Na alla dann:

 Montags wollten wir, da es so ziemlich der einzige Tag war, an dem sowohl Anais als auch ich offiziell sieben Stunden haben (sieben Stunden ist hier das Normale; Schule geht um halb 8 los, dann 3 Stunden, 20 min Pause, 2 Stunden, 20 min Pause, 2 Stunden, dann entweder heim oder 1 Stunde Pause und nochmal 2 Stunden.) ziemlich zeitig nach dem Essen zu den heissen Quellen von Papallacta fahren. Letzten Endes pennte ich dann auf dem Bett ein, waehrend Anais HA machte, und wir kamen doch zu spaet los und in den Berufsverkehr. Aus Quito draussen, gings erst einmal geradewegs in eine hackedichte Nebelbank, die auch noch auf der gefaehrlichsten unfallreichsten Strasse im ganzen Umland hing, Freude kam auf angesichts der gespenstischen Wogen, die vor den herandonnernden Lastwagen auseinanderstoben.

Weiter oben klarte das Wetter wieder auf, die Nebelschwaden verzogen sich und gaben, unheimlich ueber die zackigen Kuppen der Westkordillere kriechend, den Blick frei auf gruenbeigene Andentaeler, freistehende Vulkanfelsen, im Schatten derer verfallene Huetten und Indios, die ihre Felder noch immer bestellen wie zu Zeiten der Inkas. Leider bin ich ein GROTTENSCHLECHTER Tourist, ein HUNDSMISERABLER; somit war meine Speicherkarte voll und, als ich endlich genuegend Fotos geloescht hatte, der Akku leer - wenigstens ein paar Bilder rang ich dem roechelnden Ding allerdings noch ab, vor allem vom schneebedeckten, flachen (da bei einem Ausbruch weggesprengten) Gipfel des Artizana, der sich zur Feier des Tages ganz ungewoehnlich fast ohne Wolken praesentierte, sodass sogar Anais sprachlos war. Was eine Kaelte hier oben!!

Nach Tour ueber eine schreckliche HOlperpiste erreichten wir endlich Papallacta auf ca 4000 Metern Hoehe, dementsprechend waren auch die Temperaturen, und im huebsch angelegten, mit Mosaikfliessen, Pflanzen und natuerlichen Vulkansteinen verzierten Thermalbad dachte ich, ich kaeme NIE aus meinen Klamotten. Erst einmal im Wasser war das Ganze nur noch HERRLICH, kein Verlgeich zum winterlichen heissen Aussenbecken im Ramsteiner Hallenbad ;-D

Eine Weile genossen wir die Hitze, wechselten dann ins tiefere Becken, wo Anais und ich bestimmt eine Stunde lang uebten, moeglichst elegant dem Becken zu entsteigen bzw sich eben nicht wie eine gestrandete Seerobbe ueber den Rand zu waelzen :-D Das war vielleicht witzisch... Mittlerweile waren noch ein paar mehr Leute gekommen, dicke Englaender, die ganz schoen dumm guckten;

als wir dann zu Astrid zu einem kleineren der Becken liefen, passierten wir ein paar Typen mit Shi.. Schi... sha... ahhhh WASSERPFEIFE, die uns fortan verfolgten, was bei Anais regelrechte Panikattacken ausloeste. :-)

Mittlerweile hatte der anfangs wolkige Himmel total aufgeklart, und stauend huepfte ich im Stockdunkeln ueber die Felsen am nahe der Anlage entlangrauschenden Fluss, die Abermillionen Sterne ueber dem nachtschwarzen Urwald bewundernd. Herrlich!! EIne Weile noch lagen wir einfach da und sahen nach oben...

Auch auf dem Rueckweg hielten wir nochmal mitten im Nirgendwo an und starrten begeistert nach oben, zwischen OSt- und Westkordillere zog sich als deutlicher hellgetupfter Streifen die Milchstrasse entlang wie eine riesige Spur Sternenstaub, und angesichts dieses poetischen Moments wurden Anais und ich sentimental und stellten fest, dass es ja wohl das Schoenste waere, mit dem Freund und der anderen und deren Freund in den Anden zu zelten, mit Lagerfeuer und Froschquaken und dergleichen. Haaa... :-D

Auf dem Rueckweg kehrten wir noch in die urigste alle urigen Berggaststaetten ein, wo kein Mensch mehr mit Besuchern gerechnet hatte. Wir assen ganz typische sopa mit lecker gallina del campo (Huhn vom Feld, gaaanz sicher von gluecklichen Huehnern ;-D ), wobei mein Huhn hauptsaechlich das halbverhungerte Katzenbaby ass, bis es so einen dicken Bauch hatte, dass es nicht mehr um die Kurve kam ;-D Dazu gab es noch heissen Kakao mit mozarellaartigem Kaese zum Reinschnippeln, was man hier so oft isst wie Machica (wir erinnern uns: der erste Kindergarten-Matsch-Sandkuchen, den man auch essen kann) und was echt nich uebel ist.

Auf dem Rueckweg pennte Anais auf meinem Schoss ein und ich im Sitzen, und zu Hause sanken wir uebergluecklich, weil warm und totmuede, in die Heiaa..

 

Dienstags dann beschlossen wir, nach dem Abendessen in den neuen ecuadorianischen Film zu gehen, der seit einigen Tagen in den Kinos ist, und so fuhren wir in mein geliebtes Centro Comercial in Tumbaco, um uns das Studentenprojekt einer ecuadorianischen Filmschule anzusehen. Seltsamer Film... EIn teilweise deprimierendes, teilweise authentisches, teilweise perverses, provokantes Sozialstudien-Drama in drei kleinen Geschichten, bei denen das Hauptproblem war, dass sie einfach kein eNDE hatten, nicht mal ein offenes... War aber in jedem Fall interessant.

Zu Hause las ich noch meine mails, was alles in allem etwa eine Stunde Wartezeit beinhaltete, an Zurueckschreiben war folglich gar nicht mehr zu denken, zumal ich noch mein Bett reinigen musste: seit ich hier bin beisst mich staendig was in die Fuesse, zu Anfang dachte Astrid, es waeren stinknormale Grasmuecken, aber jetzt wirds immer schlimmer und wir tippen auf Floehe!!!! Wer mich kennt, weiss, wie sehr ich es LIEBE, wenn kleine Tiere an mir rumknabbern, und dass mich das rein GAR nicht absolut mega kirre und super schrecklich wahnsinnig macht oder so... Ich koennte heulen! Ich hasse kleine blutsaugende, beissende, leckende, kneppernde Tiere, und ueberhaupt alles, was in irgendeiner FOrm mein Blut oder iiiirgendwas von mir konsumiert...!! ICH HASSE ES!!!!!!!!! Naja, jetzt ist mal alles gewasche, gesaugt, geflopulvert und entsorgt, aber trotzdem, Gott, mich kribbelts schon wieder ueberall...!!! 

PS: Freue mich uebrigens immer tiiiierisch ueber GBeintraege :-D

22.10.09 01:07


Mittwoch, 21.10.09: Schuuuule....

Zuerst einmal muss ich mit einem Vorurteil aufraeumen: Hier scheint ganz eindeutig NICHT immer die Sonne und es ist auch NICHT immer warm!!! Vielmehr faengt der Tag - zumindest waehrend der momentanen Regenzeit - im Hochland meist sehr sonnig an, bei sehr kuehlen Temperaturen. Gegen Mittag wird es richtig heiss, mit Sonne manchmal, oft aber schon leicht bewoelkt, und wenn wir um halb drei aus der Schule kommen, hat es sich meist schon zugezogen und schifft oder gewittert sogar den Rest vom Tag. Zu Jule: WIr muessten so ca die gleiche Zeitverschiebung haben, bei mir sinds sieben Stunden zu DE!!! Bei dir??

Jedenfalls begann dann ja am Montag mein Schulalltag, und ich muss schon sagen, Schule hier ist eine unheimlich langweilige Angelegenheit. Das Niveau ist in keinster Weise mit dem an deutschen Gymnasien zu verlgeichen, obwohl das Colegio Alemán noch zu einem der besten hier zaehlt und die montaltichen Schulgebuehren unfassbare 400 $ betragen. Zumindest gillt das fuer die ecuadorianischen (nationalen) Klassen... 

Der Chaotenhaufen, in den sie mich gesteckt haben, ist noch der Undisziplinierteste; ausser den beiden deutschen Austauschschuelerinnen Gesa und Aline sind noch 2 Maedels da, ansonsten ca. 12 total kindische, irre, lustige, ueberdrehte Jungs, mit denen alle Ex-10-c-ler sicher ihre helle Freude gehabt haetten. Von daher fuehlte ich mich gleich mal wie zu Hause ;-)

Aber ich mag allgemein das Ambiente an dieser Schule nicht, obwohl ich von der Schuluniformen-Sache eigentlich sehr angetan sind: DIe SChueler duerfen an normalen Tagen theoretisch anziehen, was sie wollen, solange es wie die Schuluniform aussieht, und die ist graue Jeans, weisses SchulShirt und tannengruene Jacke bzw Pulli, fuer die Maedels wahlweise grauer Karo-Falten-Minirock mit weissen Struempfen. Alles in allem ists ne Veranstaltung fuer Reiche, auch wenn ich das Multikulturelle sehr mag... Aber soooo viele Leute...!! 

Dann der Unterricht... die Arbeitsmoral dieses Haufens ist schlimmer als unsers in unseren besten Zeiten! ICh meine, die sprechen alle ihre Lehrer mit Vornamen an, ohne dass die das wollen, bruellen IMMER durcheinander und diskutieren, stehen einfach mitten im Unterricht auf... NUr der Geschichtslehrer hat sie halbwegs im Griff, und Geschichte ist echt super, es geht gerade um die Lossagung Suedamerikas von Spanien, soooo interessant :-D

Was auch ganz cool ist, ist Zusatz-Spanisch, in meiner Gruppe dort ist ein wahnsinnig goldiger Typ und der Lehrer ist immer ganz begeistert, dass ich schon so verhaeltnismaessig viel kann und meinte heute, ob es nicht moeglich waer, dass ich noch laenger bleibe. Leiiiiiiiiiiiiiiiiider nein, sagte ich, obwohl ich an dieser Schule wahrscheinlich VERRUECKT werden wuerde, wuerd ich natuerlich fuer mein Leben gerne bleiben!!! 

Wenn unsere Klassse Deutsch hat, haben wir frei, und wollten gestern schwimmen gehen in der absolut superstylischen Turnhalle, wos neben Basketball usw eben auch ein siebenbahniges Schwimmbecken gibt. Ging dann aber nicht, ich hatte meine Tage. Toooll... 

Deshalb blieb ich auch heute nicht fuer Sport, obwohl mir die Bewegung sooo fehlt und wir Maedchen-Krummbolz-Fussball spielen... SChaade!!

Was cool ist, ist, dass man immer Zugang zu total vielen PCs in der Bibliothek hat, dass das Gelaende superriesig und wunderschoen ist; ist unheimlich schwer zu beschreiben... Vllt seht ihr ja mal irgendwann Fotos. Aber toll angelegt ist das schon. Ausserdem mag ich die Cafeteeria, auch wenn die immer megavoll ist, und ich mag die 12.Klaessler, Kristina, die sind wie diiiie Eeeeelften ;-)... Nee echt, wirklich totaaaaal viele richtig gutaussehende Typen, mannomann :-D

 

21.10.09 23:22


Mittwoch, 21.10.09: Schuuuule....

Zuerst einmal muss ich mit einem Vorurteil aufraeumen: Hier scheint ganz eindeutig NICHT immer die Sonne und es ist auch NICHT immer warm!!! Vielmehr faengt der Tag - zumindest waehrend der momentanen Regenzeit - im Hochland meist sehr sonnig an, bei sehr kuehlen Temperaturen. Gegen Mittag wird es richtig heiss, mit Sonne manchmal, oft aber schon leicht bewoelkt, und wenn wir um halb drei aus der Schule kommen, hat es sich meist schon zugezogen und schifft oder gewittert sogar den Rest vom Tag. Zu Jule: WIr muessten so ca die gleiche Zeitverschiebung haben, bei mir sinds sieben Stunden zu DE!!! Bei dir??

Jedenfalls begann dann ja am Montag mein Schulalltag, und ich muss schon sagen, Schule hier ist eine unheimlich langweilige Angelegenheit. Das Niveau ist in keinster Weise mit dem an deutschen Gymnasien zu verlgeichen, obwohl das Colegio Alemán noch zu einem der besten hier zaehlt und die montaltichen Schulgebuehren unfassbare 400 $ betragen. Zumindest gillt das fuer die ecuadorianischen (nationalen) Klassen... 

Der Chaotenhaufen, in den sie mich gesteckt haben, ist noch der Undisziplinierteste; ausser den beiden deutschen Austauschschuelerinnen Gesa und Aline sind noch 2 Maedels da, ansonsten ca. 12 total kindische, irre, lustige, ueberdrehte Jungs, mit denen alle Ex-10-c-ler sicher ihre helle Freude gehabt haetten. Von daher fuehlte ich mich gleich mal wie zu Hause ;-)

Aber ich mag allgemein das Ambiente an dieser Schule nicht, obwohl ich von der Schuluniformen-Sache eigentlich sehr angetan sind: DIe SChueler duerfen an normalen Tagen theoretisch anziehen, was sie wollen, solange es wie die Schuluniform aussieht, und die ist graue Jeans, weisses SchulShirt und tannengruene Jacke bzw Pulli, fuer die Maedels wahlweise grauer Karo-Falten-Minirock mit weissen Struempfen. Alles in allem ists ne Veranstaltung fuer Reiche, auch wenn ich das Multikulturelle sehr mag... Aber soooo viele Leute...!! 

Dann der Unterricht... die Arbeitsmoral dieses Haufens ist schlimmer als unsers in unseren besten Zeiten! ICh meine, die sprechen alle ihre Lehrer mit Vornamen an, ohne dass die das wollen, bruellen IMMER durcheinander und diskutieren, stehen einfach mitten im Unterricht auf... NUr der Geschichtslehrer hat sie halbwegs im Griff, und Geschichte ist echt super, es geht gerade um die Lossagung Suedamerikas von Spanien, soooo interessant :-D

Was auch ganz cool ist, ist Zusatz-Spanisch, in meiner Gruppe dort ist ein wahnsinnig goldiger Typ und der Lehrer ist immer ganz begeistert, dass ich schon so verhaeltnismaessig viel kann und meinte heute, ob es nicht moeglich waer, dass ich noch laenger bleibe. Leiiiiiiiiiiiiiiiiider nein, sagte ich, obwohl ich an dieser Schule wahrscheinlich VERRUECKT werden wuerde, wuerd ich natuerlich fuer mein Leben gerne bleiben!!! 

Wenn unsere Klassse Deutsch hat, haben wir frei, und wollten gestern schwimmen gehen in der absolut superstylischen Turnhalle, wos neben Basketball usw eben auch ein siebenbahniges Schwimmbecken gibt. Ging dann aber nicht, ich hatte meine Tage. Toooll... 

Deshalb blieb ich auch heute nicht fuer Sport, obwohl mir die Bewegung sooo fehlt und wir Maedchen-Krummbolz-Fussball spielen... SChaade!!

Was cool ist, ist, dass man immer Zugang zu total vielen PCs in der Bibliothek hat, dass das Gelaende superriesig und wunderschoen ist; ist unheimlich schwer zu beschreiben... Vllt seht ihr ja mal irgendwann Fotos. Aber toll angelegt ist das schon. Ausserdem mag ich die Cafeteeria, auch wenn die immer megavoll ist, und ich mag die 12.Klaessler, Kristina, die sind wie diiiie Eeeeelften ;-)... Nee echt, wirklich totaaaaal viele richtig gutaussehende Typen, mannomann :-D

 

21.10.09 22:40


Sonntag, 21:55... endlich fertig mit Bloggen :-)

Unten drunter, meine Damen und Herren, sehen Sie die unglaubliche Geschichte meines ersten kompletten, fantastischen Wochenendes in Ecuador, mit dessen Uebertreffen es das folgende Wochenende schwer haben koennte. KOENNTE... aber nicht muss. ;-)

Eigentlich wollte ich nur noch mal sagen:

Kristina und Lisa, falls ihr das lest, es tut mir furchtbar LEid, dass ich euch nicht zurueckschreiben kann, ich kann momentan nur Emails lesen und nur ganz selten mal antworten! ICh liebe euch von ganzem Herzen und erzaehle hier so viel von euch, uebrigens lustigerweise auch von Sopp :-D Kristina, ich hab sogar unsere Videos gezeigt und Astrid lacht sich jetzt noch ueber die Boyband-Sache und dein Antonio-Outfit sowie mich als Junge tot. :-D

19.10.09 04:59


Fin de semana a lo latino, Teil 3

(erst die beiden darunter lesen... tut mir Leid, heute wird euer Lesedurchhaltevermoegen gefoerdert...)

Sooo... Eigentlich sollte es keinen dritten Teil geben, aber ich war noch Muesli essen und musste speichern :-D

Jedenfalls war ich total schnell fertig, weil bei meinen zotteligen Haaren und uebermuedeten Augen eh nicht  mehr so viel zu retten war - allerdings musste Anais noch auf aelter gestylt werden, und diesbezueglich leistete Ayquel mit hohen Schuhen, boobie-Weste (fuer mehr Oberweite) und Make-up ganze Arbeit, sodass der Kumpel von JPdS sie spaeter, als wir eeeendlich alle fertig waren und im Wohnzimmer warteten, sie auf 17 schaetzte. DIe war vielleicht stolz :-D

Da JPdS, der zwischenzeitlich gedroht hatte, einfach weg zu fahren, nun auch kurzzeitig irgendwohin verschwunden war, begann Ayquelita, sich noch in aller Ruhe saemtliche Naegel zu lackieren. So ca. um 11 ging es dann los, waehrend Ayquels Mutter sich schon aufregte, und wie angekuendigt hatte JPdS tatsaechlich zwei Autos voller LEute zusammengetrommelt, darunter drei von Anais Cousins, zwei weitere Kerls sowie ca. gleich viele Maedels, alle so ab 25, sodass wir natuerlich nach wie vor die Kleinen waren. :-)

Wie eine gesengte Sau kurvte der Fahrer Richtung La Mariscal, waehrend der leicht angetrunkene Mario (kein Cousin) mit dem wunderhuebschen Maedel neben ihm flirtete, die aber mehr daran interessiert war, lautstark die Reguetón-Songs aus dem Radio mitzusingen. Anais machte sich ununterbrochen GEdanken und rechnete immer mit dem Schlimmsten, Ayquel war ein bisschen angespannt, und ich guckte aus dem Fenster und fragte mich, ob ich wirklich hier war. :-D

Auf der Suche nach einer Disko machten wir uns ueber die orientierungslosen, underdressten, teilweise echt deplatzierten Touristen lustig, die man einfach schon auf zwanzig Meter Entfernung erkannte. Ich erinnerte Ayquel daran, dass ich auch nur Touri war, doch sie meinte, ich sei ja wohl schon fast von hier.

Naja, aehm, die Disko, wo wir schliesslich landeten, hiess Blue Lounge, und man liess uns ohne Probleme rein. Beim Bezahlen schallte uns Techno entgegen, und ich dachte schon, aber als wir oben standen und darauf warteten, JPdS unser Zeug hindruecken zu koennen, kamen einfach nur die coooooolsten Lieder und ich wollte nur noch TANZEN! TANZEN!! Nachdem Ayquel einmal kurz mit einem Typen getanzt hatte, blieben wir eigentlich unter uns bzw. die Grossen, die eine Tussnelda dabei hatten, unter sich und die die nicht, bei uns, so zB Anais¨supernetter Cousin Jorge, ein total lieber Kerl, der sich beim besten Willen nicht traute, ein Maedchen zum Tanzen aufzufordern, das ihm so gut gefiel, oder jener halbbesoffene Mario, der zwar supergenial tanzen konnte, sie aber definitiv nicht mehr alle hatte. :-)

Hauptsaechlich war ich mit Jorge, Anais und Ayquel, die alle nicht schlecht staunten, dass ich fast jedes Lied auswendig mitsingen konnte, ueberhaupt, was eine geniale Liedmischun! Ihr koennt euch nicht vorstellen, wie hypergenial das war: Eine Disko, wo ganz genau nur die Musik laeuft, auf die du so absolut abfaehrst, dazu noch mit Leuten, die genausoviel Spass am Dazu-Tanzen haben wie du :-D Wobei die JUngs tanztechnisch echt besser drauf warn als die Maedels.. Nur leider eben alle so alt. Tjaa...

Jedenfalls tanzten wir bestimmt drei, dreieinhalb Stunden durch, sangen mit und bruellten "Ecuadooor!" auf die Frage des DJs, was denn das wunderschoenste Land auf der Erde sei, wofuer mich Ayquel ganz doll lobte, haha.. Pitbull ist hier uebrigens auch der absolute Renner. Hm, dieser Satz macht mir die ganze Ueberleitung kaputt.

... und wir waren sooooo enttaeuscht, als JPdS dann meinte, wir muessten jetzt gehen, mir kam das viiiel zu kurz vor und als wir, Anais, die, zum ersten Mal auf hohen Schuhe unterwegs, uebelst wankte, stuetzend, Richtung Auto liefen, erklaerte ich den beiden, dass ich nicht mehr nach Hause wollte und mich garantiert langweilen wuerde, was Ayquel natuerlich stolz machte. Als ich erklaerte, dass man in DE nicht so viel tanze und vor allem nicht zu dieser Musik, meinte sie, sie beide koennten doch einfach mit mir gehen und das Partyleben mal ein bisschen auffrischen. Hihi... Jungs, ich denke, ihr waert begeistert von Ayquel :-).

Ja... im Vergleich zu diesem Land ist Deutschland vor allem das: langweilig. Das Klima ist langweilig: Hier hast du alles von 3-30 Grad am Tag, von Sonne bis Sturm. Die Natur ist langweilig: Hier hast du heisse Quellen, Vulkane, den Urwald einen Huegel weiter, Karibik-Feeling eine Tagesreise weg. Das Leben ist streng und langweilig: Hier faehrt kein Bus nach Plan, kommt aber trotzdem immer an, alle kommen zu spaet, aber alles funktioniert, alles aendert sich immer, wird aber am Ende cool... Die Leute sind langweilig: Das fuehre ich nicht weiter aus. Ich will niemanden dissen... und ich muss das relativieren, das kann man nicht verallgemeinern. Bei aller unglaublichen Herzlichkeit und Hoeflichkeit, diese vor allem seitens der Jungs, hat man doch bisweilen das Gefuehl, das Kontakte hier eher oberflaechlich bleiben. Kann mich taeuschen... Fuer eine Sozialstudie zu dem Thema reichen drei Wochen leider nicht, perdón...

 Der uebrige anwesende Cousin namens Gustavo, der irgendwie absolut aussieht wie mein Vater, als er jung war :-) , und auch total nett ist, wurde dazu verdonnert, die Kleinen heimzubringen und sollte dann wiederkommen. Anais wunderte sich schon, dass er sich so straeubte, erfuhr dann abeer, dass er noch eines der Maedels hatte angraben wollen. Der Arme :-( Zu Hause wartete die Mutter ganz besorgt und ging bei unserem Anblick sofot schlafen (kling cool :-), waehrend Anais und ich unseren Willen durchsetzten und uns weigerten, nochmal im Steinbett zu schlafen, sondern auf der Tesa-Couch im eisigen Wohnzimmer Quartier bezogen. Kaum eine dreiviertelstunde nach uns kam JPdS auch heim und fragte, ob es uns denn gefallen haette, und wir bedankten uns noch mal - ich war ja so happy und ihm ja so dankbar, dass er uns mitgenommen hatte, obwohl wir ja nur laestige Kleine waren (naja, so haben die uns eigentlich gar nicht gesehen, aber irgendwie wurde das Ganze dann letzten Endes doch nur auf die Beine gestellt, weil ich unbedingt mal ausgehen wollte... Irgendwie hatte ich ein schlechtes Gewissen. Ich muss mich noch mal bedanken, vor allem auch bei Ayquelita!! Aber fuer die war das irgendwie so selbstverstaendlich...)

JPdS und seine LilSis erklaerten uns beide fuer total krank, weil wir im Wohnzimmer schlafen wollten, doch wir verbrachten eine angenehme und sehr warme Nacht FussanKopfKopfanFuss auf einer Mini-Couch und machten uns am naechsten Morgen halbwegs ausgeschlafen zeitig auf den Heimweg...

So genial wie dieses Wochenende war und so unglaublich wohl ich mich im Kreis dieser ganzen Leute, vor allem des sehr netten Teils, der zu Anais¨Familie gehoerte, gefuehlt hab, war ich dann doch froh, zu Hause zu sein und DUSCHEN ZU KOENNEN, ich glaub, wir haben die ganzen Wasserrohre Quitos leer geduscht!!!

Ich hatte fast das Gefuehl, Astrid war enttaeuscht, dass ich nichts mit irgendeinem von den Cousins angefangen habe, vor allem bei Juan Pablo scheint sie sich irgendwie Hoffnungen gemacht zu haben, obwohl der einfach nur 7 Jahre aelter ist. Lustig...

Seit gestern Abend plane ich, noch mindestens zwei Mal auszugehen und was ich da anziehe, weil dieses Mal war ich entschieden zu dick an. Lektion 1: Disko ist WARM. Moegen noch viele weiter Lektionen folgen!!!

Amen.

:-D

PS: MOrgen ist einfach nur Schule!!! Oh NeiiiiiiiiiNnNN!!!!

PS: Ich bin verzweifelt. Mir bleiben nur so wenige Wochenenden zum Ausgehen... und auch noch ein bissl vom Land sehen geht nur am Wochenende. Und bin ich dazu nicht eigentlich hier?? Eigentlich??? Und so viele Moeglichkeiten! MIR PLATZT DAS HIIIRN...

 

 

 

19.10.09 04:54


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