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Fin de semana a lo latino, Teil 2

(zuerst untendrunter lesen!) Nach dem Essen machten wir uns ziemlich direkt fertig, das heisst, zumindest Anais und ich machten uns fertig, waehrend Ayquel eine Viertelstunde nachdem wir "unbedingt ganz dringend ganz puenktlich" losmussten, noch immer auf der Suche nach einem passenden Guertel zum Outfit war. Ich wuerde uebrigens auch von ihr ausgestattet :-D, hatte alles passend zu meinem gruenen Top. Als wir auf der Treppe auf sie warteten, kam JP(dS) und meinte, ob wir denn nicht noch heute blieben und dass wir dann ganz sicher ausgehen wuerden, versprochen! Wir wuerden auf eine Party im valle (Seitentaeler Quitos) gehen und wenns dort oede waer, in eine Disko. Vorher war schon die echt superliebe, tanzfreudige Mutter (faengt eigentlich bei jedem Lied an, rumzutanzen :-D ) ins Zimmer gekommen und hatte gemeint, dass wir (also, die Familie Ayquel plus Anais und ich) abends noch mal tanzen gehen wuerden, woraufhin Anais schon ihre Ma gefragt hatte. Mir war gar nicht klar, dass es hier um zwei verschiedene Einladungen ging, bis Anais meinte, dass Ayquel sicher nicht gluecklich waere, nach dieser Aktion gestern mit JPdS wegzugehen, auf den sie noch supersauer war. Anais deutete aber an, mit JPdS wuerde es sicher in eine bessere Disko gehen. Jedenfalls trafen wir uns schlussendlich mit Ayquels furchtbar nettem Freund (den sie aber staendig in Gedanken betruegt, weil sie ihn optisch nicht anziehend findet.. :-( ) und latschten gutgelaunt und in strahlendem Sonnenschein zur Bushaltestelle, fuhren zur naechsten, stiegen um und kamen schliesslich - natuerlich spaeter als 10 - am Caracól an, wo wir noch zwei nette Freundinnen Patos trafen, die sich kurzerhand zum Helfen entschlossen. Freundschaftlich begruesste Pato die Guardías, waehrend Ayquel immer wieder sagte "Qué foco, qué foco..", eigentlich "Was fuer eine Lampe!" und hier ""Wie peinlich!" Im obersten Piso betrachteten wir die Bescherung.. wie soll beigene Wandfarbe schwarzes Graffiti decken?? Die Waechter, die scheinbar total amuesiert und happy ueber die Abwechslung waren, brachten Schleifpapier und noch mehr winzige Pinsel, sogar eine unbrauchbare Rolle trieben sie auf, und nachdem der erste Farbtupfer seinen Weg auf meine Jeans gefunden hatte, zogen wir uns Ayquels schicke Malersachen an. Ich BETE zu Gott dass ich die Fotos, die Pato mit dem Handy gemacht hat, noch irgendwie kriege, das muss ein Bild fuer die Goetter gewesen sein...!! Die anderen beiden Maedels verzogen sich mit ihren Mackern, und wir pinselten unter den Augen des Guards, der meinte, ich koenne gut streichen (kann man das gut koennen?? Was kann man da falsch machen????) froehlich weiter, teilten uns die Arbeit und hoerten dabei Reguetón, wobei es Ayquel recht amuesant fand, dass ich fast alle Lieder kannte. :-) Um halb 1 waren wir dann fertig, und Ayquels Mutter, die irgendwo im valle auf einer reunión de padres war (sowas wie Elternabend) wollte, dass wir sofort hinfuhren, um ein warmes Mittagessen zu bekommen. Ich hasse es, mittags warm zu essen!! Soviel dann zum Thema Shopping, aber ich war happy, wer kann schon von sich sagen: "Ich hab in Ecuador im obersten Stock eines EInkaufszentrums bei herrlicher Aussicht auf die Stadt Liebeserklaerungs-Graffiti ueberstrichen mit einer sackartigen Malerhose und einem gelben MickyMouseT-Shirt an"?? Ich mein, HALLO?!?! Das ist COOL! KEin Kommentar! :-D Anschliessend suchten wir noch was zu trinken, und da Ayquel "tomar algo" = was trinken mit "tomar helado" = Eis essen assoziierte, assen wir auch noch Eis, und fuhren dann in einem furchtbar engen Trole-Bus, in dem dich alle anglotzen und du alle anglotzt, weil du nichts Besseres zu tun hast, zum Umsteigebahnhof und rannten dann panisch zu dem recht konfortablen Teil, das uns - blutiger Japaner-kaempfen-und-fliegen-durch-die-Luft-Rambo-Streifen inklusive - ins valle bringen sollte. ICh pennte im Bus fast ein, die arme Ayquel starb fast vor Angst, weil sie ja voll die Verantwortung fuer uns hatte... Im valle landeten wir in einem verschlafenen, Touri- und Moderne-freien Nest voller ulkiger kleiner Restaurants, Indios, kaputten Haeusern und mit einem seltsamen Fest, bei dem bergeweise ganze Schweine am Spiess gebraten wurden. Der unfaehige Taxifahrer kannte nun aber leider den Club nicht, in den wir wollten, und schliesslich, irgendwo am Ende der Welt wieder ausgestiegen, rief Ayquel ganz verzweifelt ihre Mutter an, die uns schliesslich abholte. Club Naval ist Teil der Marine-Schule, die Ayquel besucht, und eine Art Sportzentrum mit Cafeteria, wo wir eine halbe Stunde vor Kuechenschluss noch unser Mittagessen bekamen, es war ca 4 Uhr. Danach ging¨s zum Fussballspielen auf den Tennisplatz, dann auf den Fussballplatz und dann noch mal auf den kleineren, war total lustig, wobei ich finde, dass man beim Rennen doch ein bisschen merkt, dass man sich auf Hoehe der Zugspitze befindet. Das Fussballspiel mit den heissen Nachbarn, auf das Anais so scharf ist, steht ja immer noch aus, mal sehen, ob es eine Blamage Marke superrot oder ultraviolettuvlampenrot wird. Cooooool... Schliesslich kam Ayquels Ma (die uebrigens genauso heisst, ist hier ganz normal, und die Tochter heisst dann eben Ayquelita... aber die Enkelin? Etwa Ayquelitita?) und wir machten noch ein Fotoshooting auf dem Minigolfplatz, worueber Ayquel supergluecklich war, und dann gings endlich heim. Im Auto eroeffnete uns die Mutter, dass sie jetzt doch nicht ausgehen wuerde, weil ihr Mann nicht kam, und Ayquel rief dann JPdS an, der sich natuerlich wieder nicht festlegen wollte, weil er noch schaffte. Ayquel rang ihm in typischer Bruderschwesterdiskussion schliesslich ein Versprechen ab und legte nicht auf, ohne ihn aufs Uebelste zu beschimpfen. Ich glaube, ohne es zuzugeben, hatte sie ein irre schlechtes Gewissen wegen dem verpatzten Abend zuvor. Ich schlief auf der Fahrt dann nur nicht ein, weil Anais und ich uns regelmaessig mit aller Kraft nach links schmeissen mussten, damit das rechte Irgendwas des kaputten Autos nicht mit haesslichem Kratzen auf der Autobahn schleifte. Hihi.. Daheim guckten Anais und ich "Sie ist die Braut", diesmal Spanisch OHNE Untertitel, was viel einfacher war, ich hab fast jeeedes Wort verstanden *stolz*, waehrend Ayquelita pennte, und erst aufstand, als Anais und ich gerade in der Kueche das typische Abendessen einnahmen. JPdS war mittlerweile angekommen und kuendigte an, in einer Stunde wuerde es losgehen. Soweit, so gut!!! AUFREGUUUUUNG...!!!!!!!!
19.10.09 03:49


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Fin de semana a lo latino, Teil 1

Tja... Dieses Wochenende haben wir eine wichtige Lektion gelernt, oder halt, eigentlich gleich mehrere:

1.) Suedamerikaner sind in der Regel unzuverlaessig. Seeehr unzuverlaessig... und unpuenktlich, ausserdem

2.) darf man sich auf Plaene nie verlassen. Es kommt immer anders als man denkt, meistens in letzter Sekunde, aber

3.) letzten Endes wird doch alles dran gesetzt, dass doch noch etwas zustande kommt, was dann meistens cooler ist als das, was urspruenglich geplant war. :-D

Erklaerungen folgen, also: Am Freitag machten wir uns nach Sprachschule, in der ich ueber Klimawandel, dessen Loesungsmoeglich- oder -unmoeglichkeiten sowie das Ende der Menschheit diskutieren musste (fragt nicht, wie wir darauf kamen, FRAAGT nicht...!!!), brav fertig, fanden den Bus, fanden die richtige Ausstiegstelle- nur von Ayquel, die uns in Begleitung ihres Freundes Patricio, genannt Pato (=Ente :-D) abholen wollte, fehlte jede Spur. Anais fand den Weg auch alleine, und am etwas heruntergekommenen Haeuschen der Familie oeffnete uns der Bruder. Meine Fresse...! Der war vielleicht huebsch. Aber viel zu alt. Und ueberhaupt, Ayquel war immer noch nicht da, und als sie schliesslich kam, erzaehlte sie in ihrem irren Barbie-Spongebob-Halbnackte-Modelposter-Zimmer zuerst mal, dass jener 18.Geburtstag jetzt doch nicht stattfinden wuerde, und im Anschluss folgende unglaubliche Geschichte:

Pato und sie hatten heute 8-Monatiges, und zur Feier dieses Tages ueberraschte er sie im Centro Comercial Caracól (=Schnecke) mit einer Spraydose und der Aufforderung, im fuenften Stock, wo ausser eine vergammelten Aussichtsterrasse gaar nichts ist, ein Liebesgestaendnis an die Wand zu spruehen. Soweit, so gut, waere da nicht die Omi gekommen und haette die Waerter herbeigerufen, als Ayquel gerade das "O" von "Te amo" spruehte. Dann hiess es vom herbeigerufenen Geschaetsfuehrer: Polizei oder 100 Maeuse in bar. Hundert Dollar...! Fuer die nicht gerade reiche Ayquel ein Vermoegen. Dann kam sie mit: Kommen Sie, wir klaeren das wie Erwachsene, wir bereuen, was wir getan haben, es war dumm ja, aber Sie haben doch sicher auch schon Dummheiten aus Liebe begangen... Schliesslich durften sie gegen Handy und Kreditkarte als Kaution gehen, mit dem Versprechen, morgen mit Farbe wiederzukommen und den ganzen fuenften piso zu streichen. Nach suedamerikanischer Zeitrechnung (an Mama: Musste dabei unwillkuerlich an das denken, was Kerstin immer von Ali erzaehlt) dauert das dann eine Stunde, um 10 macht das centro auf, und um 11 kann man dann in die Innenstadt fahren. Eine Stunde fuer fuenf Waende?? Mal ehrlich...

Jedenfalls machte uns Ayquel dann die Naegel, und ich hoffe doch sehr, dass ich dieses fantastische Zeug hier noch irgendwo kaufen kann, und wir assen das, was es bei ihnen aus Geldmangel morgens und abends gibt: Kakao mit suessen 10ct-Broetchen und morgens nochn Ei, manchmal noch Machica, die tollste Erfindung, seit es Getreide gibt: Man nehme eine halbvolle Tasse Kaba, kippe 2 EL Indio-Getreidepulver und 1 EL Rohrzucker rein, ruehre um und loeffele die herrliche Pampe. Mmmmmh...

Waehrend Anais und ich Musik hoerten, diskutierte Ayquel mit ihrem Bruder (der Schoene), der sich jetzt nicht gut fuehlte und Bauchweh hatte und ausserdem ja auch nicht wusste, wie man Kleine ueberhaupt in eine Disko kriegt (dabei war vor allem Anais das Sorgenkind, sie ist echt ein Strich in der Landschaft und sieht einfach nicht aelter aus als 14)... Also gut, hiess es dann, keine Party, und ich war schon totaaaal enttaeuscht, aber was sollte man schon machen? Wir pyjamierten uns, flaezten uns auf seltsame, mit Tesa geflickte Couches und guckten "Monstruos vs. Alliens" mit englishen Untertiteln. Etwa bei der Haelfte vom Film steckte Juan Pablo (der Schoene) den Kopf zur Tuer rein und meinte, ob wir denn jetzt fertig seien, wir koennten dann gehen (es war 11 Uhr, also normale Latino-Zeit, um mal so laaaangsam loszuziehen), und Ayquel regte sich furchtbar auf, waehrend ich schon fast pennte. Mittlerweile denke ich, JP (der Schoene) wollte seine Schwester nur aergern und hatte nicht damit gerechnet, dass wir alle so schnell aufgeben wuerden. Naja, dann wollten die beiden Maedels mir die Entscheidung ueberlassen, und ich beugte mich ihrem mueden Hundeblick und wir begaben uns nach dem Film Richtung Heia-Heia.

Anais und ich sollten in Ayquels deckenreichem Bett pennen (obwohl es in Quito nachts nicht selten bis auf 5 Grad kalt wird, gibt es keine Federbetten, nur duenne; ausserdem haben die Fenster keine Vorhaenge, geschweige denn Rollaeden!!! Frag sich einer wieso...).. Die Matratze dieses Dings wird dieser Bezeichnung in keinster Weise gerecht, da selbst ein Stein bequemer sein muss... Anais und ich erzaehlten noch ewig, ueber Jungs, Freunde, Traumtypen und alles was dazu gehoert (oder nicht), und wachten morgens noch vor dem Weckerklingeln auf, suchten eine Weile nach Positionen, in denen der Ruecken weniger schmerzte, gaben dann aber auf und erhoben uns knochenknackenderweise. :-D 

19.10.09 03:08


Vamos pa la fiesta!!!!!

Donnerstag, 21:41:

Die letzten Tage fand hauptsaechlich Spanisch-Sprachschule statt, ein supergemuetliches, Oeko-Restaurant-maessiges Kuschelhuettenhaus auf einem Berg, den eine Strasse hinauffuehrt, die diese Bezeichnung eigentlich NICHT verdient hat.

Zur Spanischschule holte mich die Leiterin, Angélica, morgens ab, eine suerliebe, goldige, hochintelligente Lady. ISt total witzig dort, amuesieren sich alle ueber meinen pseudo-argentinischen Akzent und sind furchtbar nett, wahnsinnig lustig, meine Lehrerin will mit mir eigentlich nur ueber Jungs und Tanzen reden, aber ich lerne auch schon was, so ist das nicht, ne :-)

Bisweilen ergeben sich im Gespraech komische Sachen wie: "Um Reguetón zu tanzen, werden die ganzen Bewegungen schon vorausgesetzt. Im Bauchtanz bringen sie die dir ganz gemuetlich, ausfuehrlich bei, bis dus kannst... und dann kannst dus benutzen fuer was auch immer du willst." War eigenlich nicht soooo gemeint, aber die ham sich vielleicht totgelacht :-D

 

Heute nahmen wir noch eine Schuelerin mit, die seit 1,5 Monaten einen Kurs dort macht, und Angélica und ich diskutierten grade ueber die Rolle der Frau in arabischen Laendern und ueber lesbisch und schwul sein, was sehr interessant war. Danach kam das andre Maedel ganz schockiert zu mir und war dann sooooooooooooooo seltsam erleichtert, dass ich schon mit Vorkenntnissen hergekommen war, da sie, meine Diskussion hoerend, offenbar dachte, in den 1,5 Monaten VIEL zu wenig gelernt zu haben. Die war ja vielleicht suess :-D

 Gestern waren wir zudem in einem Centro Comercial (Shoppingcenter mit Kino, cubanischen Fressstaenden, Feinkostlaeden, Elektrokram, Schuhen... Moccachino... etc...) zum Fussbalgucken, und HABEN SCHON WIEDER VERLOREN, gegen dieses bloede Chile, besser gesagt gegen ihren Torwart, aber egal, ich fuehre das jetzt nicht aus... War jedenfalls total schoen.

Heute ist der erste Abend, wo ich mal wieder etwas frueher in die Federn komme, was auch bitter noetig ist aus zweierlei Gruenden. Neuerdings hat es sich so eingebuergert, dass Anais und ich jeden Abend noch da hocken bis nach Mitternacht, erzaehlen, malen, uns Lieder und Videos zeigen und uns was vortanzen, was suuuuuuuuper superschoen ist, aber auf Dauer seehr ermuedend. Hihi...

Zweitens - und das ist ja wohl das supergenialste - GEHEN WIR MORGEN PARTY MACHEN, juhuuuuuuuuuu!!!! Ayquel - Anais¨Kusinchen vom Fussballspiel gucken - hat uns zum Achtzehnten ihres Kumpels eingeladen, und wenn es uns dort nicht gefaellt, faehrt uns ihr angeblich sehr goldiger Bruder mit Kumpel in eine "Disko fuer Junge", holt uns auch wieder ab, und danach pennen wir bei Ayquelita und am Samstag gehts auf Shoppingtour in die Innenstadt, wo sie sich laut Anais perfekt auskennt.

ICH HAB NIX ZUM ANZIEHEN!!!!! Was zieht man hier fuer Parties an??? ICh hab keiiine Ahnung...!! Und ueberhaupt :-D Ich hoffe mal, dass das ganz schoen wird...

Heute wollte mich die deutsche Austauschschuelerin, Gehsa, die auch in meiner Ab-Montag-Klasse ist, zur Ladiesnight mit nach Quito schleppen, scheinbar war ich beim Kaffeetrinken am Mittwoch zu nett zu ihr, sie faehrt jetzt voll auf mich ab- ist aber mehr so der Typ Wir-gehen-in-die-Diskos-wo-Techno-und-nur-Touris-und-Flatratesaufen-sind-und-wollen-mit-den-Leuten-nix-zu-tun-haben....

Naja, es bleibt spannend in Laura y el mundo fascinante, oder hm, vielleicht wird es auch grade erst spannend... vielleicht auch nicht... wir werden sehen ;-D

 

Ich wuensche euch eine gute Nacht... oder eher schon bald einen guten Morgen... ;-)

 

16.10.09 04:41


Montag: Im Galopp durch den Dschungel und Intelligenztest :-)

Am Montag mussten wir - Anais hatte wegen Fortbildung oder so schulfrei - sau frueh aufstehen und fuhren bei Zeiten los nach Quito, um dort die beiden anderen Reitgaeste abzuholen, ein furchtbar nerviges Paerchen, er Typ longhooricher Bombeleer mit langen Haaren, haesslichem Akzent und breiter Schnauze, sie furchtbar laut, Heliumstimme, aber eigentlich nett. 12 Monate waren die Freaks mit Motorrad durch Afrika, Australien, ganz Suedamerika gekurvt, und so verging die lange Fahrt raus in die Berge eigentlich ganz schnell, bis wir uns nach Passieren des haesslichen Aequatordenkmals und des nahen Passes urploetzlich im tiefsten Urwald wiederfanden! 

Vor der Ranch passierten wir erstmal Micheles Kreuz, des Maedchens, das verunglueckt ist. Mittlerweile ist klar, dass es kein Mord war und dass sie vermutlich ein Verhaeltnis mit dem Farmarbeiter hatte, bei dessen Ausfuehrung dann die Frau des Angebeteten hinzugekommen war. Hoechstwahrscheinlich war Micheles Tod Selbstmord, sie hatte auch schon frueher mit Depressionen zu kaempfen gehabt.

Der Ritt war super, vielleicht lade ich mal ein paar Fotos hoch, was gibt es da noch zu sagen?? Goettliche Natur, rasender Galopp mit Anais durch peitschende Lianenaeste, ein Bomebeleer, der uebelst mit seinem fresssuechtigen Pferd zu kaempfen hatte... Und gegrilltes Meerschweinchen, Lisa, Wuschel in Ehren, aber ICH HABS PROBIERT und es schmeckt schrecklich, vor allem, weil es dich haemisch angrinst mit seinen kleinen verkohlten Zaehnen... uaaah!!!!

 Wieder am Hof war da zum ersten, echt total lieben Farmarbeiter noch ein zweiter angekommen, der immer im Hintergrund herumschlich und mich ganz komisch anguckte. Wie cih spaeter erfuhr, ist das Luis, mit dem Michele jenes verhaengnisvolle Techtelmechtel hatte und der dafuer bekannt ist, Touristinnen hinterherzusteigen. DAUEMEN HOCH!!!!! Ha ha.. :-(

Auf dem Rueckweg fuhren wir dann noch bei Anais studierender Cousine Michele vorbei, die mit ihr einen Intelligenztest fuer die Uni machen wollte, den ich dann leider auch noch ausfuellen musste. Logisch denken??? Und das nach dem ganzen Tag auf dem Pferd???? Neenee, lass ma... Dann luden sie mich kurzerhand noch fuer Freitag zu so etwas wie einer "Latina-Weibernight unter Cousinen"ein, und darauf freu ich mich jetzt auch total!!!

14.10.09 01:19


Sonntag: Pichincha und Altstadt

Sooo... Lang, lang ists her, und ich habe so viel nachzuholen, dass ich mich lieber kurz fasse, bevor das hier todlangweilig wird. Also:

Am Sonntag sind wir dann, obwohl wir, da Wochenende war, befuerchten mussten, jahrelang anzustehen, mit einer recht abenteuerlichen Seilbahn auf den "Hausvulkan" Quitos, den Pichincha, gefahren. 4000 Meter ist der circa hoch, und oben stehen ueberall Schilder: "Denken Sie an die Hoehe! Nicht rennen!", und es stimmt schon, wenn man dort oben so viel erzaehlen will wie Anais und ich ;-), dann ist das so wie Smalltalk beim Bergaufjoggen. Aber es geht, mir war bisweilen ganz leicht schwindlig...

Mein allerschoenstes Erlebnis in QUito war bis jetzt, dort oben auf dem harten, im Wind raschelnden Gras mit Anais zu hocken und vor einem Quito-Panorama, dem keine Beschreibung gerecht werden kann, im Ruecken den schwarzzackigen Gipfel des Pichincha, und mit meiner neuen Gastschwester ueber alles Moegliche zu erzaehlen. Ich mag sie einfach total gerne, so ein liebes Maedel :-D

Danach assen wir Empanadas (Blaetterteig mit Huhn, boaah) in der Berggaststaette und fuhren zur mittelhohen Talstation in den Volcanopark, so was wie Kerwe mit Achterbahn. Relativ wenige Fahrgeschaefte, aber cool, weil Anais und ich total viel Spass hatten :-) Und ratet mal, was da an den BoxaUTOS lief: REGGAETONNN!!!

Wieder unten gings dann noch in die wunderschoene Altstadt Quitos, mit Kolonialbauten wie Playmobil-Puppenhaeuser oder Lebkuchenhuettchen und einer riesigen, grau-dreckigen, wunderschoen gebauten Basilica, die exakt aussah wie Notre Dame (zumindest fuer Anais und mich) und auf deren genialem hoechsten Turm wir vor toller Aussicht ganz viele Bilder machten und uns ausserdem auf der Balustrade verewigten. 

Zum kroenenden Abschluss gings noch italienisch essen in eine kleine goldige Taverne in Cumbaya, und dann todmuede ins Bett!!

 

PS: My dear friends, sorry dass ich euch nicht zurueckmaile, aber ich komme gaaanz schlecht an meine mails, die Seite kackt andauernd ab und ich hab langsam echt keine Geduld mehr damit!!!! Ich liebe euch!!!!

Und koennte mir jemand, wenn er das liest, den riesigen Gefallen tuen und Sopp von mir zum Geburtstag druecken??????? DANKE!!!!!!

14.10.09 01:05


ECUADOR GANADOR!!! -- leider nein... :-(

Nachdem gestern morgen alles ganz gechillt losgegangen war, fuhren wir vormittags zu einem Bauernmarkt ins Minizentrum Cumbayas (Cumbaya ist das Vorstadttal, in dem Astrid und Anais wohnen). Besagter Markt bestand aus wenigen, von Deutschen und Schweizern unterhaltenen Staendchen mit Bockwurst, Obst, Kaese und Seife. Auf dem Rueckweg wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie greifbar die Armut hier eigentlich ist; man siehts an der Kleidung der Leute, an den Geschaeften, am Muell in den Ecken (soviel ist es nicht.. das klingt jetzt so nach Abfallbergen :-), an den Essensstaendchen an den Ecken... Die Mittelschicht scheint vollkommen zu fehlen bzw so gering zu sein, dass sie einfach mit der Oberschicht verschmilzt.

Nach dem Mittagessen entschieden wir klugerweise, es im Stadion gar nicht erst zu versuchen und das Spiel stattdessen in der Mariscal, dem Touri- und Vergnuegungsviertel Quitos, in einer Kneipe auf Beamer anzusehen. Dort trafen wir uns mit Ayquel, einer von Anais 27 (!) Cousins und COusinen, und ihren Eltern, die wie der Rest der Kneipe supermegadoll beim Spiel mitfieberten. Anais und ich konnten ihr Rumgebruelle und Aufgespringe nicht so GANZ nachvollziehen, obwohl wir nicht weniger mitfieberten!! Leider verlor Ecuador aufgrud zu langsamem Passspiels und eines goettlichen uruguayischen Torwarts durch Elfmeter in der Nachspielzeit!! Was ein gekaufter Schiri!!! Buuuuh! Aber wir amuesierten uns koestlich, Anais und ihre Cousine sind beide einfach herzallerliebst, und Ayquel wuerde mich sogar mal mit Tanzen nehmen! WAAAAH! :-D

Als wir schliesslich aus der Kneipe traten, war es schon stockdunkel und arschkalt, Anais und ich schlotterten in unseren Ecuador-gelben T-Shirts um die Wette... Zu Hause liessen wir, da wir den ganzen Nachmittag schrecklich versalzenes Popcorn, Gummibaerchen und Schoki gemampft hatten, das Abendessen ausfallen und Anais und ich erzaehlten stattdessen ueber Klassenbeste sein und die Probleme, die das mit sich bringt... Offenbar hat die Arme kein so leichtes Leben damit!! Anais ist echt zum Knuddeln, einfach nur liebenswert, schuechtern, voll kindlich noch. Ich fuehl mich hier soooooo wohl, das glaubt ihr nicht. :-D

11.10.09 15:31


Lauter Indianer!!!

Heute morgen ging's nach megaüppigem Frühstück recht bald los zum Flughafen, der ja so enorm schrecklich riesig ist, dass Frankfurt daneben aussieht wie ein Kinderspielplatz neben dem Holidaypark. Nee, im Ernst jetzt: Wir sind zwischen den Terminals fast zehn Minuten UBahn gefahren!! Hallo?!!? Fanden dann aber recht gut den Abflug und starteten planmäßig mit einem Flugzeug voller einheimischer Großfamilien, deren Kinder den Gang im Laufe des Fluges zu einem Turngerät sondersgleichen umfunktionierte und sich herrlich laut daran vergnügten. Hinter mir saß einer mit nem Kleinen, der konnt grad fast laufen - ach du je, war der so gooooldig, das ist unglaublich, so was Süßes!!! Wär der Vater nicht so liebenswert mit ihm gewesen, ich hätt ihn mitgenommen :-D

Dann hab ich noch ein Pferd für ein pummliges ecuadorianisches Mädel gemalt, und so lange waren die elf Stunden dann auch gar nicht. Das Essen war widerwärtig! Nie wieder Iberia...!!

Flughafen QUito war echt mini, voll chillig, und nach herzlicher Verabschiedung von den beiden Ehepaaren (mit denen ich schon in Madrid die Ecuador-Allianz gebildet hatte) folgte die herzliche Begrüßung mit Astrid ;-) Ich redete direkt drauf los und wir erzählten die ganze Zeit, waren noch kurz im Supermarkt und dann lernte ich ihre zuckersüße Tochter kennen und ihr herrliches, perfektes Haus, in dem ich nun ein eigenes Zimmer und ein eigenes Bad habe :-) ---> GENIAL ^^ Ich liebe das Leben, jejeje

Meine Befürchtungen haben sich allerdings bewahrheitet und hier fällt man fast genauso auf wie in China -  zumindest im Hochland gibt es fast nur Indios, und da ist es recht einfach, zu unterscheiden, wer Ausländer ist! Mit dem Unterschied, dass Chinesen heimlich Fotochens machen und tuscheln, während Ecuadorianer in der Regel - glotzen.

Gute Nacht, ihr fernen Fremden!!! Kristina, mach mal Werbung für meinen Blog  ;-)

10.10.09 04:44


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