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Montag und Dienstag: Nachmittagsprogramme, Klappe die Zweite

Sooo... nachdem ich mit dem allen hier schon fertig und sehr zufrieden mit meiner Beschreibung der letzten beiden Tage war, beschloss das ecuadorianische Internet, alles zu loeschen und es mich nochmal schreiben zu lassen, weils so schoen war. Und da ich in einer halben Stunden unten zum argentinische-Soap-Gucken mit Anais verabredet bin, wird das hier nun die Kurzfassung. Na alla dann:

 Montags wollten wir, da es so ziemlich der einzige Tag war, an dem sowohl Anais als auch ich offiziell sieben Stunden haben (sieben Stunden ist hier das Normale; Schule geht um halb 8 los, dann 3 Stunden, 20 min Pause, 2 Stunden, 20 min Pause, 2 Stunden, dann entweder heim oder 1 Stunde Pause und nochmal 2 Stunden.) ziemlich zeitig nach dem Essen zu den heissen Quellen von Papallacta fahren. Letzten Endes pennte ich dann auf dem Bett ein, waehrend Anais HA machte, und wir kamen doch zu spaet los und in den Berufsverkehr. Aus Quito draussen, gings erst einmal geradewegs in eine hackedichte Nebelbank, die auch noch auf der gefaehrlichsten unfallreichsten Strasse im ganzen Umland hing, Freude kam auf angesichts der gespenstischen Wogen, die vor den herandonnernden Lastwagen auseinanderstoben.

Weiter oben klarte das Wetter wieder auf, die Nebelschwaden verzogen sich und gaben, unheimlich ueber die zackigen Kuppen der Westkordillere kriechend, den Blick frei auf gruenbeigene Andentaeler, freistehende Vulkanfelsen, im Schatten derer verfallene Huetten und Indios, die ihre Felder noch immer bestellen wie zu Zeiten der Inkas. Leider bin ich ein GROTTENSCHLECHTER Tourist, ein HUNDSMISERABLER; somit war meine Speicherkarte voll und, als ich endlich genuegend Fotos geloescht hatte, der Akku leer - wenigstens ein paar Bilder rang ich dem roechelnden Ding allerdings noch ab, vor allem vom schneebedeckten, flachen (da bei einem Ausbruch weggesprengten) Gipfel des Artizana, der sich zur Feier des Tages ganz ungewoehnlich fast ohne Wolken praesentierte, sodass sogar Anais sprachlos war. Was eine Kaelte hier oben!!

Nach Tour ueber eine schreckliche HOlperpiste erreichten wir endlich Papallacta auf ca 4000 Metern Hoehe, dementsprechend waren auch die Temperaturen, und im huebsch angelegten, mit Mosaikfliessen, Pflanzen und natuerlichen Vulkansteinen verzierten Thermalbad dachte ich, ich kaeme NIE aus meinen Klamotten. Erst einmal im Wasser war das Ganze nur noch HERRLICH, kein Verlgeich zum winterlichen heissen Aussenbecken im Ramsteiner Hallenbad ;-D

Eine Weile genossen wir die Hitze, wechselten dann ins tiefere Becken, wo Anais und ich bestimmt eine Stunde lang uebten, moeglichst elegant dem Becken zu entsteigen bzw sich eben nicht wie eine gestrandete Seerobbe ueber den Rand zu waelzen :-D Das war vielleicht witzisch... Mittlerweile waren noch ein paar mehr Leute gekommen, dicke Englaender, die ganz schoen dumm guckten;

als wir dann zu Astrid zu einem kleineren der Becken liefen, passierten wir ein paar Typen mit Shi.. Schi... sha... ahhhh WASSERPFEIFE, die uns fortan verfolgten, was bei Anais regelrechte Panikattacken ausloeste. :-)

Mittlerweile hatte der anfangs wolkige Himmel total aufgeklart, und stauend huepfte ich im Stockdunkeln ueber die Felsen am nahe der Anlage entlangrauschenden Fluss, die Abermillionen Sterne ueber dem nachtschwarzen Urwald bewundernd. Herrlich!! EIne Weile noch lagen wir einfach da und sahen nach oben...

Auch auf dem Rueckweg hielten wir nochmal mitten im Nirgendwo an und starrten begeistert nach oben, zwischen OSt- und Westkordillere zog sich als deutlicher hellgetupfter Streifen die Milchstrasse entlang wie eine riesige Spur Sternenstaub, und angesichts dieses poetischen Moments wurden Anais und ich sentimental und stellten fest, dass es ja wohl das Schoenste waere, mit dem Freund und der anderen und deren Freund in den Anden zu zelten, mit Lagerfeuer und Froschquaken und dergleichen. Haaa... :-D

Auf dem Rueckweg kehrten wir noch in die urigste alle urigen Berggaststaetten ein, wo kein Mensch mehr mit Besuchern gerechnet hatte. Wir assen ganz typische sopa mit lecker gallina del campo (Huhn vom Feld, gaaanz sicher von gluecklichen Huehnern ;-D ), wobei mein Huhn hauptsaechlich das halbverhungerte Katzenbaby ass, bis es so einen dicken Bauch hatte, dass es nicht mehr um die Kurve kam ;-D Dazu gab es noch heissen Kakao mit mozarellaartigem Kaese zum Reinschnippeln, was man hier so oft isst wie Machica (wir erinnern uns: der erste Kindergarten-Matsch-Sandkuchen, den man auch essen kann) und was echt nich uebel ist.

Auf dem Rueckweg pennte Anais auf meinem Schoss ein und ich im Sitzen, und zu Hause sanken wir uebergluecklich, weil warm und totmuede, in die Heiaa..

 

Dienstags dann beschlossen wir, nach dem Abendessen in den neuen ecuadorianischen Film zu gehen, der seit einigen Tagen in den Kinos ist, und so fuhren wir in mein geliebtes Centro Comercial in Tumbaco, um uns das Studentenprojekt einer ecuadorianischen Filmschule anzusehen. Seltsamer Film... EIn teilweise deprimierendes, teilweise authentisches, teilweise perverses, provokantes Sozialstudien-Drama in drei kleinen Geschichten, bei denen das Hauptproblem war, dass sie einfach kein eNDE hatten, nicht mal ein offenes... War aber in jedem Fall interessant.

Zu Hause las ich noch meine mails, was alles in allem etwa eine Stunde Wartezeit beinhaltete, an Zurueckschreiben war folglich gar nicht mehr zu denken, zumal ich noch mein Bett reinigen musste: seit ich hier bin beisst mich staendig was in die Fuesse, zu Anfang dachte Astrid, es waeren stinknormale Grasmuecken, aber jetzt wirds immer schlimmer und wir tippen auf Floehe!!!! Wer mich kennt, weiss, wie sehr ich es LIEBE, wenn kleine Tiere an mir rumknabbern, und dass mich das rein GAR nicht absolut mega kirre und super schrecklich wahnsinnig macht oder so... Ich koennte heulen! Ich hasse kleine blutsaugende, beissende, leckende, kneppernde Tiere, und ueberhaupt alles, was in irgendeiner FOrm mein Blut oder iiiirgendwas von mir konsumiert...!! ICH HASSE ES!!!!!!!!! Naja, jetzt ist mal alles gewasche, gesaugt, geflopulvert und entsorgt, aber trotzdem, Gott, mich kribbelts schon wieder ueberall...!!! 

PS: Freue mich uebrigens immer tiiiierisch ueber GBeintraege :-D

22.10.09 01:07
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kristina (22.10.09 10:57)
Hey Laura!

Jaja, wir erinnern uns zurück an unseren Bodenseetrip, als du dieses arme fliegenden Vieh nachts verfolgt und brutal getötet hast... ich trauere heute noch um den tapferen Kameraden der den Mut aufbrachte den Feind gerade Wegs und ohne Ablenkungsmanöver anzugreifen....

Aha ich wusste doch das du nur wegen den Typen dort hingefahren bist^^ wie ist es ausgegangen mit den Typen die WASSERPFEIFE geraucht haben? Sie sind euch hinterher gelaufen und weiter?... naja...

Ähm, ja irgendwas wollte ich noch sagen/schreiben, hab es aber vergessen! MIST!! Naja schreib des dann ein ander mal

Hab dich lieb und wir sehen uns hahahahaha^^

Viel viel spaß noch und uhhhhhh die eeeeeeeeeeelften :D

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